Auch wenn uns das Jahr 2020 vieles abverlangt und genommen hat und unser Leben vielerorts eingeschränkt wurde – die Adventszeit kam trotzdem und mit ihr das wunderbare Mandala, das neben dem Altar zum sichtbaren Zeichen unserer Erwartung wurde.
Es war eine Aktion für Kinder – von und mit Kindern gestaltet. Zwar machte die coronakonforme Durchführung die Interaktion zwischen den Kleinen und Großen etwas umständlich, doch wir haben das Beste daraus gemacht und letzten Endes war alles gut gelungen.
Mithilfe des Religionslehrers  haben die Kinder der Klassen 1 bis 4 bunte Windlichter, Papiermenschen, Sterne und Engel gebastelt, die jeden Adventssonntag in der Messe während eines kurzen Adventsimpulses hinzugefügt wurden. Alle waren dazu eingeladen, auch unter der Woche in die Kirche zu kommen, das Werk zu betrachten und selbst Hand anzulegen. So hatten alle die Möglichkeit zu sehen, wie sich das Mandala von Woche zu Woche veränderte; die Zeit, Einzelheiten zu entdecken, zur Ruhe zu kommen, die biblischen Texte zu lesen oder einfach auf sich wirken zu lassen und zu genießen.


Schön konnte man an den bunten Papiermenschen erkennen, die sich an den Händen hielten und ganz nah beieinanderstanden, dass wir auch in dieser Zeit, in der der körperliche Kontakt ein Tabu ist, trotzdem nicht alleine sind, sondern Teil einer Gemeinschaft, die durch ihren Glauben zusammengehalten wird, auch in schwierigen Zeiten zusammenhält und sich gemeinsam auf Christi Geburt freut.
Und nach vier Wochen Erwartung war es dann endlich soweit – der Herr kam. Und mit ihm die Hoffnung auf ein Jahr der Heilung.

Marta Kochon

Bilder Galerien

1. Advent

2. Advent

3. Advent

 

„Lieber Pater Vijay,
… wirklich schön, dass es so engagierte Gemeindemitglieder gibt.
Da hat Ihr Thema „Leidenschaft“ und „für etwas brennen“ wirklich gut dazu gepasst 😊👏🏻. ...„
(e-mail einer Pfarrangehörigen)

Das Hochfest Christkönig wird in Wiederkunft des Herrn traditionell als „Namenstag“, als Patrozinium gefeiert. In diesem Jahr haben wir wegen der Auflagen und AHAL-Regeln das dazugehörige jährliche Konzert abgesagt, dafür aber einige der musikalischen Darbietungen in den Festgottesdienst aufgenommen. Aufgrund der Erweiterung des Kirchenraumes in den Pfarrsaal war dies tatsächlich gut möglich unter organisatorischer Beteiligung aller, voran von Frau Roswitha Kuttig, unserer Kirchenmusikerin.



So war der musikalische Festrahmen gegeben: „Ave Maria no morro“ vom Saxhoftrio,

„ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe“ von Chor Regenbogen,

„Halleluja“ von L. Cohen gesungen von Daniel und Georg, „Speechless“ gesungen von Ella und Nikolina,

„Recercada“ mit Sabine und Evy,

,

Blumenwalzer gespielt von Quirin und Linus,

Evy mit Arciliuto, Tom am Klavier, Moritz am Schlagzeug, Jujuchor MathWdH und Jugendchor, (Details siehe Programm vom 22.11.2020 als PDF unten), alle waren Feuer und Flamme, um mit ihrem musikalischen Können den Beitrag zum Festgottesdienst zu leisten. „Herr bleib bei uns, sei unser Licht, sei unser Feuer, wenn es dunkel wird“, lautete das Danklied, „Löscht den Geist nicht aus“ das Schlusslied.
Die Kirche war in Feuerfarben – rot - gelb - orange - und das Kreuz einem großen Rosenherz liebevoll gestaltet.

„...denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben...
...was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan hat, das habt ihr mir getan.“ Mt 25.31-46
Wofür brenne ich?
Was ist mir wichtig?
Lebe ich das, was mir wichtig ist?

Dieses Hochfest war Anspruch und Zuspruch.

Unser Pfarrer, Pater Vijay, hat mit seiner Zelebration, seiner Festpredigt, seinen Gedanken und seinem Dank, die begabten Künstlerinnen und Künstler haben mit ihrer Musik und wir alle mit unserer Anwesenheit und unserem Gebet gezeigt: „Jesus Christus ist der Herr“.

Dr. Claudia Lorenz-Horn

Video Zusammenfassung des Patrozinium Gottesdienstes

Programm vom 22.11.2020 als PDF herunterladen - bitte hier klicken.

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Statt wie gewohnt, in voll besetzter Kirche, Liturgie mit über 15 Sprachen und Tänzen, mussten wir uns heuer komplett umstellen.
Schön war es trotzdem. Super Musiker sangen und spielten unter Leitung von Roswitha Kuttig aus der Violinsonate von Telemann.

  

Dazwischen stimmte  die Gemeinde ein mit bekannten Liedern wie dem indischen „abba Seija“, dem Kongo Halleluja, dem Sanctus in Latein und dem „Großer Gott wir loben dich“ in mehreren Sprachen.

  

Gemeindemitglieder beteten die Fürbitten in fünf Sprachen. Die Worte der Liturgie trug Pater Vijay  in Odia, Hindi und Sadri vor – für alle zum Mitlesen auf dem Liedblatt.

    

Auf unsere Fronleichnamsprozession mussten wir heuer ebenfalls verzichten. Trotzdem konnten wir einen würdigen Fronleichnamsgottesdienst feiern. Frau Kuttig motivierte eine „Zwei-Mann-Schola“, Lieder der Fülle einzustudieren. Was echt gut gelang. Symbolisch gab es noch eine Mini-Prozession in der Kirche mit Pfarrer, Mesner und Ministranten.

Beten und hoffen wir, dass wir bald wieder normal - vom Virus befreit – Gottesdienst feiern können.

 

Fotos: HGH / Text: PM

Und diesmal ganz gewaltig. Wer unsere Pfarrbriefe liest, hat sich sicher auf die eine oder andere Veranstaltung gefreut, die heuer im Frühjahr geplant war. Hätten sie gedacht, dass ein winziger kleiner Virus alles ausbremsen bzw. entfallen lassen kann?

Anfang März spürten wir die ersten Ausläufer des Corona-Virus. Mit Kwaziwai begrüßten wir am 06.03. rund 60 Teilnehmer zum  Weltgebetstag  Simbabwe.
Eine Veranstaltung, die weltweit stattfindet und jedes Jahr von einem anderen Land gestaltet wird. Ein kleines Team aus den umliegenden Gemeinden bereitet den Weltgebetstag vor Ort vor. Musikalisch hat sich der Jugendchor aus Neuried unter Leitung von Max Hanft auf dieses Ereignis eingestellt und bei uns als Gastchor gesungen, dadurch Schwung, Fröhlichkeit und Freude in die Andacht gebracht.

Viele Köchinnen versuchten sich an den Rezepten der landestypischen Speisen. Die Verwunderung war groß, als aus den etwas außergewöhnlichen Zutaten so leckere Gerichte entstanden.  Einen absolut gelungenen Abend verbrachten wir mit Jung und Alt bei Gebet, Gesang, Speis und Trank.

Unser gemeinsamer Seniorennachmittag im Marie-Anne-Clauss, der für 10.03. geplant war, wurde kurzfristig abgesagt, da im Altenheim bereits die Angst vor Ansteckung umging. Kurzerhand verlegten wir das Seniorentreffen nach St. Matthias. Die Luganolerchen kamen zahlreich zu ihrem Gesangsauftritt. Die Besucher hielten sich jedoch bereits etwas zurück. Trotzdem, war dies ein sehr harmonischer, geselliger Nachmittag – und zwar der letzte für lange Zeit.

Das Estampie-Konzert, welches am 13.03. in St. Matthias stattfinden sollte, war die erste Großveranstaltung, die - leider zum 2. Mal – diesmal coronabedingt, abgesagt werden musste.

Ab 03.03. wurden wir fortlaufend aus dem Ordinariat mit Infos versorgt, anfangs nur über die Rückkehrer aus den Risikogebieten, die Hygienemaßnahmen und das Verhalten bei Krankheitsanzeichen. Am 13.03. dann die Schreckensmeldung – es finden ab sofort keine Gottesdienste mehr statt und zwar bis zum 03. April 2020. Per Dekret wurden wir Gläubige von der Sonntagspflicht des Gottesdienstbesuches befreit. Abgesagt wurden somit der Kinderbibeltag, Kreuzwege, das Familienwochenende, der Tag der Versöhnung … Anfangs hofften wir noch, dass der Palmsonntag gefeiert werden kann. Keiner konnte sich ein Osterfest ohne Osternacht vorstellen, doch leider kam es so. schon unvorstellbar, dass auf der ganzen Welt das Osterfest – mit allen Bräuchen – ausfallen musste. Gut versorgt wurden wir mit Gottesdiensten die per Life-Stream, Radio Horeb oder durch das  Fernsehen übertragen werden konnten.  Pater Vijay produzierte kleine Impuls-Videos, die uns während dieser Zeit Hoffnung schenkten.

Der neue Pfarrbrief sollte an Ostern erscheinen. Voller Zuversicht, dass das normale Glaubens- und Gemeindeleben bald wieder starten kann, machten wir uns an die Arbeit. Leider wurden wir hier auf eine harte Probe gestellt. Der Kindergarten hatte zwar für Notbetreuung geöffnet, das Lachen und Spielen der Kinder blieb aus. Die Erstkommunionen wurden gecancelt, Taufen und Hochzeiten abgesagt. Die Pfarrbüros waren geöffnet und  telefonisch erreichbar jedoch ohne Kontakt, die Seelsorger stellten sich auf Telefonseelsorge ein, mehr war jedoch nicht erlaubt und das bis 3. Mai 2020.
Die Erste Maiandacht fiel aus, unser Pfarrverbandsgründungsfest wurde abgesagt. Unsere neue Kirchenmusikerin, die voller Tatendrang in den Startlöchern stand, musste sich ebenfalls in Geduld üben.
Endlich die 1. Lockerung. Ab 04. Mai durften wieder Gottesdienste stattfinden mit Auflagen u. a. mit wenig Gesang und in begrenzter Teilnehmerzahl mit Anmeldung. Zwei bis drei Ordner sind beim Gottesdienst tätig. Danke an Christiane Fielding, Joachim Fabrizius und Gerhard Riedel für ihren freiwilligen Dienst.

Eigentlich hoffte ich, dass uns die Gemeindemitglieder die Türen einrennen, weil alle so erfreut  sind, wieder Gottesdienst mitfeiern zu dürfen. Die Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen, die einen aus Vorsicht, die anderen vielleicht aus Bequemlichkeit. Ca. 80 Gläubige könnten bei einem Gottesdienst mitfeiern. Knapp wurde es an Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Ansonsten ist bislang alles im grünen Bereich.

PM

Kwaziwai zum Weltgebetstag Simbabwe
(kwaziwai: Begrüßung in der Sprache der Shona)

Ein ökumenisches Team, bestehend aus Claudia Bucher (Hl. Kreuz), Pfrin Antonia Janßen (Andreaskirche), Silvia Kolb und Regina Ries-Preis (St. Nikolaus), Angelika Geelhaar (WdH) und ich, Petronilla Maier (StM) bereiteten den Gottesdienst vor. Die musikalische Begleitung übernahm der Jugendchor von Neuried unter Leitung von Max Hanft, der ganz toll alle Lieder eingeübt und gesungen hatte. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank. Unterstützt hatten uns noch Florentine Braun, Ella Fielding, Tamara Holzinger, Frau Scherm und Frau Grimminger.

   

Wir berichteten über das Land Simbabwe, wie die Leute dort leben und arbeiten. Wir beteten für die Menschen. Kaum jemand hat dort eine feste Arbeitsstelle. Nur mit Mühe kann das Lebensnotwendige für die Familien beschafft werden. Es war ein wirklich zu Herzen gehender Gottesdienst.

    

Viele Frauen aus unseren Gemeinden hatten landestypisches Essen gekocht. Hildegard Graf, die Küchenfee, hatte alles aufgewärmt, so dass nach dem Gottesdienst gleich zum gemeinsamen Mahl geschritten werden konnte.

    

Beim Verteilen der Rezepte war die ein oder andere Köchin sehr skeptisch, ob mit den beschriebenen Zutaten etwas Gutes rauskommen kann. Wider erwarten gab es nur leckeres Essen und alle waren von der Vielfalt des Buffets  begeistert.

Gekommen sind trotz Sturm und trotz erste Meldungen von Corona, doch um die 60 Personen.

 PM